Wir legen Wert darauf, dass wir mit der Natur arbeiten und nicht gegen sie! Das bedeutet, dass wir den schnellen Behandlungserfolg nicht mit unnötigen und kostentreibenden Knochenaufbauten verfolgen, sondern versuchen, mit den Gegebenheiten des Patienten das ideale Optimum durch kleine lokale Knochenaufbauten, durch Knochenersatzmaterialien oder Eigenknochen zu erreichen. Und dies in der Regel innerhalb EINER Operation zusammen mit der Implantation. So können wir zu fast 100% auf schmerzhafte Zweitoperationen zur Knochenentnahme in unterschiedlichen Körperregionen verzichten!
Dies bedeutet aber auch, dass ein Implantat überwiegend nicht in der gleichen Sitzung wie die Zahnentfernung erfolgt. Zumeist werden entzündete Zähne in einem ersten Schritt entfernt. Hier ist es - im Gegenteil zu Knochenaufbauten - nicht ratsam, in die noch entzündete Knochenregion ein Implantat zu setzen und es gar sofort mit einer Zahnkrone zu belasten. Das führt nämlich in der Regel kontraproduktiv zu einer größeren Verlustrate des neuen Implantats.
Wir haben mit unserem Konzept, die Implantate in den natürlich nachgewachsenen Knochen nach 2 (Frontzahnbereich) oder 6 Monaten (Seitenzahnbereich) zu setzen, eine Erfolgsrate von nahezu 100% bei mehreren Tausend Implantaten über viele Jahre zu verzeichnen.
Solch ein Vorgehen erfordert allerdings auch eine möglichst exakte Diagnostik, die bei uns in der Regel dreidimensional mittels DVT erfolgt. So kann die Implantation vorher am Rechner dreidimensional simuliert werden, bevor sie am Patienten durchgeführt wird.
Nach dem Ziehen oder Ausfallen des Zahnes wartet man gewöhnlicherweise drei bis sechs Monate bis ein Implantat eingefügt wird, es sei denn, man möchte eine Sofortimplantation durchführen. In der Wartezeit bildet sich in der Regel neue Knochensubstanz, welche auch die von der Zahnwurzel hinterlassene Lücke (Alveole) im Kiefer ausfüllt. Manchmal kann es zu einem natürlichen Abbauvorgang kommen, da der natürliche Reiz des Zahns nach einem Verlust beim Kauakt auf den Kieferknochen fehlt. Mit unterschiedlichen Aufbautechniken kann der verloren gegangene Knochen wieder regeneriert werden, um anschließend ein Implantat einzubringen.